Diesen Sommer hat sich Chet’s mit Gary Butler, alias „The Roaming Cook“, zusammengetan, um ein BBQ-Special zu veranstalten, das vom Streetfood in Bangkok inspiriert ist. Die Speisekarte greift die kräftigen Aromen der thailändischen Region Isan auf und zelebriert die Gerichte, Zubereitungstechniken und Zutaten, die man überall findet – von Straßenständen bis hin zu Nachtmärkten.
Wir haben uns mit Gary getroffen, um über alles rund um Bangkok zu plaudern: die Geheimtipps unter den Restaurants, die man unbedingt entdecken sollte, die Marktgerichte, die er sich nie entgehen lässt, und was die Stadt so besonders macht, dass man unbedingt wiederkommen möchte.
Erzähl uns doch ein bisschen was über dich und deine Verbindung zu Hoxton und Bangkok.
Ich bin Gary Butler, der Gründer von „The Roaming Cook“. Ich lebe seit elf Jahren in Thailand und erkunde jeden Winkel von Bangkok – mit der Kamera in der einen Hand und einem Paar Essstäbchen in der anderen. Auf meinem Kanal geht es darum, euch die echte Esskultur näherzubringen, von winzigen, familiengeführten Ständen bis hin zu Restaurants in den Stadtvierteln, die die meisten Besucher niemals finden würden.
Als ich Chets Chefköchin Carolyn in Bangkok traf, fanden wir sofort eine gemeinsame Basis dank unserer gemeinsamen Leidenschaft für authentisches thailändisches Essen und die Geschichten hinter den Gerichten. Aus dieser Freundschaft entstand die Zusammenarbeit bei „Chet’s BBQ on the Terrace“, wo wir die kräftigen Aromen, Traditionen und den Geist der Straßenessen-Kultur Bangkoks nach London bringen.
„Thailand bedeutet für mich fantastisches Essen, das Menschen zusammenbringt, aber auch die Herzlichkeit und Großzügigkeit der Menschen, die dafür sorgen, dass man immer wieder zurückkommt.“
Wenn jemand nur 24 Stunden in Bangkok hätte, wohin würdest du ihn hin?
Beginnt den Morgen in Talat Phlu mit einem Frühstück. Das ist eines meiner Lieblingsviertel hier vor Ort und es fühlt sich immer noch wie das alte Bangkok an. Holt euch eine Schüssel Jok (thailändischer Reisbrei) bei meiner liebsten thailändischen Oma, bevor ihr zum Wat Klang Market geht, um euch in einem jahrhundertealten Café mit Blick auf den Kanal einen traditionellen thailändischen Kaffee zu gönnen – mit einer unglaublichen Aussicht auf den Riesenbuddha am Wat Pak Nam.
Zum Brunch gehst du gleich nebenan ins „Je Rate“ und probierst dort „Pad Kaprao“, Thailands inoffizielles Nationalgericht – eine der besten Varianten, die du in der ganzen Stadt finden kannst. Von dort aus geht’s weiter in die Altstadt von Bangkok, wo du im „Khao Gang HiSo“ ein unvergessliches Krabben-Curry genießen kannst, gefolgt von einem späten Mittagessen bei „Auntie Pien’s Charcoal Noodles“.
Lass den Tag in Chinatown im „Nong Joke“ ausklingen. Bestell dir ein paar eiskalte Bier, mach es dir gemütlich, beobachte das Treiben und genieße klassische thailändische Pfannengerichte zusammen mit einer wohltuenden Schüssel Reissuppe – so lebst du wie ein Einheimischer.
Was macht das Streetfood in Bangkok so besonders?
Wenn ich mich für eine Sache entscheiden müsste, dann wären es die Menschen. Du isst Gerichte, die seit Generationen weitergegeben werden. Die Leute kennen jedes Detail, von der exakten Hitze der Holzkohle bis hin zur perfekten Balance aus Fischsauce, Limette und Chili. Dazu kommt noch die Atmosphäre. Plastikhocker auf dem Bürgersteig, vorbeirauschende Motorräder, das Klirren der Woks und der Geruch von Holzkohle und gegrilltem Fleisch, der die Luft erfüllt. Es ist nicht besonders schick, aber genau das macht es unvergesslich.
Grillen spielt in der thailändischen Esskultur eine riesige Rolle. Welche sind die Gerichte, die Leute außerhalb Thailands unbedingt kennenlernen sollten?
Die meisten kennen Satay, aber thailändisches Barbecue hat noch viel mehr zu bieten. Kor Moo Yang ist einer meiner Favoriten. Über Holzkohle gegrillter Schweinenacken, saftig, rauchig und serviert mit einer scharfen Tamarinden-Dip-Sauce. Gai Yang ist ein weiteres Muss. Ganze Hähnchen, die mit Knoblauch, Korianderwurzel und weißem Pfeffer mariniert und dann langsam über Holzkohle gegrillt werden. Dann gibt es noch Moo Ping, gegrillte Schweinefleischspieße, die du morgens an fast jeder Straßenecke findest und die normalerweise mit Klebreis gegessen werden. Gegrillte Flussgarnelen mit einer Meeresfrüchte-Dip-Sauce – süß und rauchig – gehören zu den besten Gerichten, die du je probieren wirst.
Was ist etwas, das du dort entdeckt hast und das sich unerwartet Ruhe inmitten des Chaos vermittelt?
Der frühe Morgen ist meine Lieblingszeit. Die Stadt ist noch nicht ganz erwacht, Mönche sammeln Almosen, und Bangkok zeigt sich von einer ganz anderen Seite. Außerdem liegen nur wenige Minuten von den belebten Straßen entfernt die Kanäle, auf denen Longtailboote an Holzhäusern und Tempeln vorbeigleiten, die zwischen den Bäumen versteckt sind.
Was war der beste Umweg, den du je gemacht hast, weil du dich verfahren hast?
Eines Nachmittags war ich auf der Suche nach einem Restaurant in Bangkoks Altstadt und bin an einem der örtlichen Kanäle falsch abgebogen. Da stieß ich zufällig auf eine Familie, die vor ihrem Haus ein Gericht über Holzkohle zubereitete (Tante Piens Holzkohle-Nudeln!). Es gab kein Schild, keine englische Speisekarte und ganz sicher keine Klimaanlage! Ich bestellte das, was alle anderen aßen, und es stellte sich als eine der besten Mahlzeiten heraus, die ich je in Thailand gegessen habe. Solche zufälligen Entdeckungen sind oft diejenigen, an die man sich am besten erinnert. Das ist für mich Thailand. Unglaubliches Essen bringt Menschen zusammen, aber es sind die Herzlichkeit und Großzügigkeit der Menschen, die dich immer wieder zurückkommen lassen.
Das „Chets Bangkok BBQ“ findet noch bis zum 29. August im „The Hoxton Shepherd’s Bush“ statt – reserviert euch einen Tisch.
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